Sterilitätsprüfung
Die Sterilitätsprüfung ist eine mikrobiologische GMP-Anforderung, mit der vor der Freigabe und der Verabreichung an Patienten sichergestellt wird, dass sterile Produkte keine lebensfähigen Mikroorganismen enthalten. Die Methoden zur Sterilitätsprüfung müssen so genau wie möglich sein, da sie für Medizinprodukte, Arzneimittel und Formulierungen, Gewebematerialien sowie andere Produkte, die als steril oder frei von lebensfähigen Mikroorganismen ausgewiesen werden, von großer Bedeutung sind.
Empfohlene Kategorien
Laborgeräte und Verbrauchsmaterialien für Sterilitätsprüfungen in der mikrobiologischen Qualitätskontrolle: Sterilitätsprüfmedien, Pumpen, Hardware und Zubehör.
Sicherheit gewährleisten: Pyrogenprüfungen sind für Arzneimittel und Medizinprodukte von entscheidender Bedeutung. Der Monozyten-Aktivierungstest (MAT) weist Endotoxine und nicht-endotoxische Pyrogene nach.
Verkürzen Sie Ihre Durchlaufzeit dank schneller mikrobiologischer Tests mit unseren kompletten Membranfiltrationssystemen, die bei Keimbelastungsuntersuchungen, der Analyse von Lebensmitteln und Getränken sowie bei mikrobiologischen Untersuchungen von Cannabis zum Einsatz kommen.
Verfahren zur Sterilitätsprüfung werden in vielen Branchen auf Produkte angewendet, darunter auch bei Lebensmittel- und Getränkeherstellern; die wichtigsten Branchen sind jedoch die Pharma- und Medizinbranche, wo die Sterilitätsprüfung der Produkte für Mikrobiologen nach wie vor eine wichtige und routinemäßige Aufgabe darstellt.
- Methoden zur Sterilitätsprüfung in der Pharmazie
- Sterilitätsprüfverfahren für Medizinprodukte
- Ablauf der Sterilitätsprüfung
Methoden zur Sterilitätsprüfung von Arzneimitteln
Die in den Arzneibüchern festgelegten Methoden zur Sterilitätsprüfung pharmazeutischer Produkte erfordern die Kultivierung der Proben in zwei getrennten Medien. Bei der Sterilitätsprüfung werden zwei verschiedene Arten von Kulturmedien verwendet, um das Wachstum von anaeroben Restbakterien sowie von aeroben Bakterien und Pilzen zu fördern. Flüssiges Thioglykolat-Medium (FTM) wird typischerweise zur Kultivierung anaerober und einiger aerober Bakterien verwendet, während Soja-Kasein-Digest-Medium (SCDM) typischerweise zur Kultivierung von Pilzen und aeroben Bakterien verwendet wird. Die Proben werden vor der Untersuchung 14 Tage lang bei 32,5 °C bzw. 22,5 °C inkubiert. Jede Trübung in den Kulturmedien kann auf Wachstum hindeuten und muss untersucht werden. Es gibt zwei empfohlene Methoden zur Sterilitätsprüfung von Arzneimitteln: Membranfiltration und direkte Inokulation.
Sterilitätsprüfung durch Membranfiltration
Die Sterilitätsprüfung durch Membranfiltration ist die bevorzugte regulatorische Methode für filterbare pharmazeutische Produkte, wie in der USP <71>, der EU-Arzneibuch <2.6.1> und dem JP-Arzneibuch <4.06> angegeben. Die Proben werden durch einen 0,45-µm-Membranfilter in einem Filtrationsbehälter geleitet und zur Inkubation wird Kulturmedium hinzugefügt. Diese Methode der Sterilitätsprüfung kann im Vergleich zu anderen Methoden eine erhöhte Empfindlichkeit bieten, da die gesamte Probe oder eine Mischprobe durch einen einzigen Filter geleitet wird. Die Filtration bietet zudem die Möglichkeit, Bestandteile der Probe wegzuspülen, die Trübungen verursachen oder das Wachstum hemmen könnten, wie beispielsweise Antibiotika oder Konservierungsstoffe.
Sterilitätsprüfung durch direkte Beimpfung
Bei der direkten Inokulation wird ein kleines Probenvolumen aseptisch aus der Probeneinheit entnommen und vor der Inkubation direkt in ein geeignetes Volumen des Wachstumsmediums inokuliert. Diese Testmethode ist zwar einfach, kann jedoch einige erhebliche Einschränkungen aufweisen. Es können nur kleine Produktmengen in das Kulturmedium inokuliert werden, was die Testempfindlichkeit einschränkt. Wenn die Probe nach der Inokulation trüb oder trüb erscheint, kann es schwierig sein, am Ende der Inkubationszeit eine Trübung durch mikrobielles Wachstum festzustellen. Wenn das Produkt zudem antimikrobielle Eigenschaften aufweist, muss die Probe neutralisiert werden, damit das mikrobielle Wachstum nicht gehemmt wird.
Sterilitätsprüfverfahren für Medizinprodukte
Für die Sterilitätsprüfung von Medizinprodukten wird die Sterilitätsprüfung durch direkten Transfer empfohlen. Das zu prüfende Produkt steht während der gesamten Inkubationszeit in direktem Kontakt mit dem Testmedium, wobei sich alle Mikroorganismen im oder auf dem Produkt vermehren. Darüber hinaus wird die Produktspül-Sterilitätsprüfung für Produkte mit Hohlschläuchen bevorzugt, wie z. B. Transfusions- und Infusionssysteme, bei denen der Flüssigkeitsweg als steril gekennzeichnet ist. Das Produktlumen wird mit einer Spülflüssigkeit gespült, das Eluat wird membranfiltriert und in ein geeignetes Medium zur Inkubation gegeben.
Ablauf der Sterilitätsprüfung
1. Testvorbereitung – Schließen Sie den Schlauch der Membranfiltrationsvorrichtung an die Pumpe an
2. Vorbefeuchtung des Filters – Befeuchten Sie die Membranfiltrationsvorrichtung vor, um die Filtration zu optimieren und die Produktanhaftung am Filter zu minimieren.
3. Probenfiltration – Filtern Sie eine gleiche Menge des Produkts in beide Kanister. Mikroorganismen werden durch einen Filter mit einer Porengröße von 0,45 µm zurückgehalten.
4. Spülen – Alle hemmenden Verbindungen werden mit einer geeigneten Spüllösung gespült.
5. Befüllung der Kulturmedien – Die Membranfiltrationsvorrichtungen werden mit sterilen TSB- und FTM-Kulturmedien befüllt.
6. Inkubationszeit – 14 Tage.
7. Endgültige Testergebnisse – Visuelle Überprüfung auf Trübung/keine Trübung.
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